DIE GESCHÄFTSORDNUNG

1. Leitgedanken des Vereins

Der Neckerpiraten e.V. (im Folgenden: Der Verein) ist eine Eltern-Kind-Gruppe in Stuttgart-Bad Cannstatt, die im Jahr 2004 zur Betreuung von Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren gegründet wurde. Ab Frühjahr 2007 werden in einer zusätzlichen Gruppe auch Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Schulalter betreut.

Getragen wird der Verein von den Eltern, deren Kinder die Gruppen besuchen und von Personen, deren Kinder nicht bei den Neckarpiraten betreut werden (passive Mitglieder). In der Krippengruppe stehen 16 und in der Kindergartengruppe stehen 20 Plätze zur Verfügung

Der Verein finanziert sich über die Beiträge der Mitglieder sowie über Spenden. Die Einrichtung wird unterstützt durch das Jugendamt der Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg. Der Vereinscharakter bringt es mit sich, dass jedes Mitglied eine Aufgabe im Verein übernimmt.

Die spezielle Konzeption der Eltern-Kind-Gruppe verpflichtet die Eltern zu einem hohen Eigeneinsatz und zu einer besonderen Verantwortung gegenüber der Gesamtgruppe. Im Gegenzug dazu sind die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sowie Einblick und Teilhabe am Gruppengeschehen wesentlich größer als in einem öffentlichen Kinderbetreuungsmodell.

2. Öffnungszeiten

Im Interesse des Kindes und der Gruppen soll die Kindertagesstätte regelmäßig besucht werden.

Die Kindertagesstätte ist von Montag bis Freitag mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage und der in dieser Ordnung vorgesehenen Schließzeiten geöffnet.

Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 8.00 Uhr – 17.00 Uhr

Die Kinder sollen nicht vor der Öffnungszeit der Kindertagesstätte eintreffen und spätestens bis 9.15 Uhr gebracht werden. Die Kinder sind spätestens zu der Schließungszeit pünktlich abzuholen.

Die Abholmöglichkeiten nachmittags sind vorerst auf folgende Zeiten festgelegt:

• 12.00 Uhr (nach dem Mittagessen) und

• 15.00 Uhr (nach dem Mittagschlaf)

Ab 15.00 Uhr können die Kinder bis zum Schluss jederzeit abgeholt werden.

Das zweite Frühstück wird gemeinsam in der Tagesstätte zubereitet und von den Kindern eingenommen.

Die Schließzeiten werden zum Jahresende für das darauf folgende Jahr in Absprache mit der Mitgliederversammlung und den ErzieherInnen festgelegt und rechtzeitig bekannt gegeben. Ein zweiwöchiger Ferienblock fällt in die Sommerferien und eine Woche liegt zwischen Weihnachten und Neujahr.

3. Aufnahmebedingungen/Aufnahmeverfahren

Die Aufnahme der Kinder in die Eltern-Kind-Gruppe setzt die Mitgliedschaft im Verein neckarpiraten e.V. voraus. Die Vereinsbeiträge werden von der Mitgliederversammlung festgelegt.

Das Aufnahmeverfahren :

• Ausfüllen und Abgabe eines Anmeldebogens (z.B. im Internet abrufbar)

• Die/der Wartelistebeauftragte nimmt bei Bedarf Kontakt mit den jeweiligen Eltern auf.

• Aufnahmekriterien:

– Alter – Geschlecht

– Geschwisterkinder

– Alleinerziehende oder sozial schwächere sollen proportional berücksichtigt werden

– Bereitschaft zur Übernahme von Elterndiensten

• Bewerber können einen Tag lang in den Kindergruppen hospitieren

• über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung

4. Aufnahmegebühr/Betreuungssatz

Die Höhe der Aufnahmegebühr wird von der Mitgliederversammlung festgelegt. Sie beträgt derzeit EUR 150,00 und wird ausschließlich zugunsten des Vereins verwendet. Die Aufnahmegebühr ist mit Eintritt des Kindes auf das Konto

DE43600501010002979995

bei der BW-Bank Stuttgart zu überweisen.

Sollte das Platzangebot des Vereins vor Eintritt des Kindes in den laufenden Betrieb zurückgezogen werden, wird die Gebühr voll zurückerstattet. Wird das Platzangebot vor dem Anfangstermin von den Erziehungsberechtigten gekündigt, wird die Gebühr nur zurückerstattet, wenn dem Verein durch eine sofortige Wiederbesetzung kein finanzieller Nachteil entsteht.

Der Betreuungssatz beträgt monatlich je Kind EUR 120,00 zzgl. EUR 40,00 Essensgeld.

Die Betreuungssätze für die Krippen- bzw. Kindergartengruppe sind per Dauerauftrag am Monatsanfang, jedoch keinesfalls vor dem 1. eines Monats auf das Konto

DE39600501010002759586 bei der BW-Bank Stuttgart

mit dem Verwendungszweck „Betreuungssatz Anna Mustermann“

zu überweisen.

Betreuungssätze von Familien mit mehreren Kindern sollen zusammen in einer Summe überwiesen werden mit dem Verwendungszweck „Betreuungssatz Anna, Peter und Paul Mustermann“

Vereinsbeitrag:

Der Vereinsbeitrag in Höhe von 20,- Euro ist am Monatsanfang, jedoch keinesfalls vor dem 1. eines Monats auf das Konto

DE43600501010002979995 bei der BW-Bank Stuttgart

mit dem Verwendungszweck „Vereinsbeitrag Familie Mustermann“

zu überweisen.

5. Kündigung

Bei Kündigung des Betreuungsverhältnisses durch die Erziehungsberechtigten ist der Betrag für weitere drei Monate ab dem Folgemonat der Kündigung zu entrichten. Spricht die Mitgliederversammlung eine Kündigung aus, wird der Beitrag bis zum Wirksamwerden der Kündigung fällig.

Die Mitgliederversammlung kann den Platz mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende aus folgenden Gründen kündigen:

• Das Kind fehlt mindestens zwei Wochen unentschuldigt

• Bei Nichtentrichtung der Beiträge bis spätestens einen Monat nach Fälligkeit

• Bei Nichtbeachtung der Verpflichtungen aus der Satzung und der Geschäftsordnung/Konzeption des Vereins

Der schriftlichen Kündigung kann nur unverzüglich (maximal eine Woche nach Kenntnisnahme) widersprochen werden. Der Widerspruch ist schriftlich an den Vorstand zu richten.

Die Erziehungsberechtigten können den Betreuungsplatz zum Monatsende mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

6. Rechte und Pflichten der Erziehungsberechtigten

Die Erziehungsberechtigten haben an den Elternabenden teilzunehmen. Die Teilnahme ist notwendig, um organisatorische und erzieherische Belange gemeinsam besprechen und abklären zu können. An Elternabenden werden gemeinsam die Elterndienste festgelegt sowie anfallende Arbeiten gleichmäßig auf alle Erziehungsberechtigten verteilt.

Kann ein Dienst aus besonderen Gründen nicht geleistet werden, muss die eingeteilte Person selbst für Ersatz sorgen.

Für Kochdienste ist ein ärztliches Gesundheitszeugnis notwendig. Das Gesundheitszeugnis wird vom Gesundheitsamt ausgestellt.

Dem Verein muss bekannt sein, wo die Eltern persönlich oder telefonisch erreichbar sind. Wenn das Kind die Tagesstätte nicht besuchen kann oder von anderen Personen als den Erziehungsberechtigten geholt wird, ist dies vorher anzugeben.

Die Erziehungsberechtigten sind dazu verpflichtet, dem Kind die notwendigen Hilfen (medizinische, psychologische, pädagogische) mitwirkend zukommen zu lassen.

Elterngespräche dienen der Information der Eltern über die Entwicklung des Kindes und dem Austausch zwischen Eltern und Erzieher/innen. Die Gespräche finden regelmäßig statt und werden individuell vereinbart.

7. Aufsichtspflicht

Die Aufsichtspflicht der ErzieherInnen besteht während der Zeit des Aufenthalts des Kindes in der Tagesstätte. Sie beginnt mit dem Eintreffen und der Übergabe des Kindes in der Tagestätte und endet mit dem Verlassen der Tagestätte und der Übergabe des Kindes an die/den Erziehungsberechtigten.

Der Übergabe des Kindes ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Beim Eintreffen in der Tagestätte gilt grundsätzlich, dass die Aufsichtspflicht der ErzieherInnen beginnt, sobald sich die/der Erziehungsberechtigte von ihrem/seinem Kind verabschiedet und dies vorab einer der ErzieherInnen signalisiert hat. Beim Abholen übernehmen die Eltern von dem Moment an die Aufsichtspflicht, an dem sie sich ihrem Kind zeigen. Für den reibungslosen Übergang der Aufsichtspflichten haben beiden Seiten Sorge zu tragen.

Für Schäden, die ein Kind einem Dritten zufügt, haften unter Umständen die Eltern/Erziehungsberechtigten. Es wird deshalb empfohlen, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen.

8. Regelung in Krankheitsfällen

Bei Fieber (Körpertemperatur über 38°C) ist die Wiederzulassung zum Besuch der Einrichtung bei 24 Stunden Symptomfreiheit geregelt. Bei Durchfallerkrankungen (Erbrechen, Durchfall, evtl. Fieber) müssen die Kinder 48 Stunden beschwerdefrei sein.

Auch bei starken Erkältungskrankheiten, unklaren Hautausschlägen und starkem Krankheitsgefühl sind die Kinder zu Hause zu behalten.

Treten während des Besuchs der Kindertagesstätte Krankheitsanzeichen auf, werden die Sorgeberechtigten informiert. Sie sind verpflichtet das Kind unverzüglich abzuholen.

Bei meldepflichtigen Erkrankungen (wie Norovirus-Infektionen, Läusebefall und ähnlichem) muss der Einrichtungsleitung sofort Mitteilung gemacht werden, diese wird umgehend das Gesundheitsamt informieren.

Bei hoch ansteckenden Krankheiten des Kindes oder eines der Familienmitglieder (z.B. Diphterie, Masern, Röteln, Scharlach, Windpocken, Keuchhusten, Mumps, Tuberkulose, Polio, Hepatitis, übertragene Augen- und Hautkrankheiten sowie ausgeprägter Stomatitis aphtosa*) ist der Besuch der Tagesstätte in jedem dieser Fälle ausgeschlossen. Bevor dann ein Kind die Einrichtung wieder besucht, ist eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung erforderlich.

*Herpes simplex TYP 1

9. Dienste und Ämter

Jedes Elternpaar übernimmt ein Amt. Die aktuellen Ämter ergeben sich aus der Ämterliste

Erster Vorsitzender

Zweiter Vorsitzender

Dritter Vorsitzender

Vierter Vorsitzender

Fünfter Vorsitzender

Vorstandsassistenz

Finanzvorstandsassistent

Schriftführer bzw. Schriftführerassistenz

Buchhaltung

Kassierer

Bundesfreiwilligendienst / Elterndienste

Dachverband + Aquarium

Spenden / Sponsoren / Öffentlichkeitsarbeit

Hausmeister / Sicherheit

Werkstatt / Spielzeugdoktor

Hof mit Kehrwochenplan und Müll

Personalverwaltung

Warteliste

Hygiene/Sauberkeit/Putzfirma Einkauf Putzmittel und Sanitärbedarf

Feste & Freizeit

Kochplan und Biokiste / Betreuung

Foto und techn. Support (Tel., PC, Homepage)

Einkauf / Verwaltung Trockenlebensmittel

10. Essen

Eine Küchenhilfe kocht biologisch nach abgesprochenem Rezept- und Kochplan. Bei Krankheit oder Urlaub der Küchenhilfe springen Zivildienstleistender oder Eltern ein.

Eigenes Essen dürfen die Kinder nicht mitbringen.

Mahlzeiten:

– gegen 09.30 Uhr zweites gemeinsames Frühstück (Obst, Müsli, Brot etc.)

– Mittagsessen: Rohkostsalat, Suppe, Gemüse und Beilage, kein Fleisch, kein Fisch

– Nachmittagsmahlzeit (z. B. Obst, Joghurt).

Getränke: zuckerfreie Tees und Säfte, Wasser

11. Verbindlichkeit

Diese Geschäftsordnung wird den Eltern/Erziehungsberechtigten bei der Anmeldung ausgehändigt und durch Unterschrift auf dem Aufnahmebogen in ihrer jeweiligen Fassung als verbindlich anerkannt. Dadurch wird ein Vertragsverhältnis zwischen dem Träger der Tagesstätte und den Eltern/Erziehungsberechtigten begründet.

Stuttgart, April 2016